Das Landgericht Köln verurteilte den Spiegel am 29.01.2020 (Az. 28 O 281/19) zur Zahlung von 15.000 Euro Geldentschädigung. Anlass war die Veröffentlichung einer schwer rechtswidrigen Verdachtsberichterstattung. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Spiegel schuldhaft den guten Ruf unseres Mandanten in schwerwiegender Weise beeinträchtigte, indem er einen Verdacht erhob, ohne über einen Mindestbestand an Beweistatsachen zu verfügen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Als besonders fahrlässig erweist sich der Verweis des Spiegel auf türkische Medien: „Hierbei handelt es sich um einen offenkundig nicht geeigneten Versuch, die schwer rechtswidrige Berichterstattung zu legalisieren“, so Dr. Patricia Cronemeyer.

Vorausgegangen war dem Verfahren eine einstweilige Verfügung, die die Kanzlei Cronemeyer & Grulert Rechtsanwälte gegen den Spiegel vor dem Landgericht Frankfurt am 18.04.2019 (Az: 2-03 O 152/19) erwirkt hatte. Der Verlag hat die Verfügung als endgültige Regelung anerkannt.